Chronik des Bahnhofs- und Gutleutviertels

2017
Januar: Klaus-Dieter Strittmatter – Leiter der Geschäftsstelle des Präventionsrates – wird Koordinator im Bahnhofsviertel, er soll zwischen Behörden, Institutionen, Bürgern und Geschäftsleuten vermitteln. Zudem wird ein Regionalrat für den Stadtteil Mitte Februar d.J. gegründet, in dem Institutionen und Einrichtungen aktiv sind, die zu mehr Sicherheit im Stadtteil beitragen können.

Februar: Ein weiteres Highlight der neuen Wohnkultur im Bahnhofsviertel im Bahnhofsviertel entsteht: An der Ecke Weserstraße/Niddastraße für 89 Wohnungen im Hochpreissegment. Das Projekt soll diebesonders nachts sehr stille Ecke beleben, in einer Umgebung, die von Bürogebäuden eingerahmt ist.

21. März: Der Schöffling Verlag wird mit dem Kurt-Wolff-Preis ausgezeichnet.

Die Freimaurerloge „Zur Einigkeit“ feiert mit der Öffentlichkeit ihr 275. Jubiläum eines Wirkens für die Verständigung zwischen Kulturen, Religionen, politischen Ausrichtungen und sozialen Hintergründen.

März bis Mai: Die achte Ausstellung der RUNGÆNGER wird gezeigt (zweite Einzelausstellung), sie trägt den Titel „Erbgericht / Tanztee / Das Eck“ und präsentiert Arbeiten von Andrea Grützner.

Juli: Ein Bus mit zwei Sozialarbeitern ist ab diesem Monat jede Nacht unterwegs, um Crack -Konsumenten (eine besonders schwierige Klientel in der Rauschgiftszene) Hilfe anzubieten.

17. August: zehnte Bahnhofsviertelnacht
18. Und 19. August: fünfzehntes Kaiserstraßenfest


2016
Januar: Es entsteht der Plan, ein Denkmal für Gustav Herold, den Bildhauer, der die Atlas Statue auf dem HBF geschaffen hat, zu bauen. Im Laufe des Jahres wird das Gesicht von Gustav Herold rekosntruiert, die Büste wird in Portugal gegossen und steht seitdem im Kiosk Yok-Yok. Im Laufe des Jahres wurde der Bauantrag für das Denkmal gestellt, der Vorgang wird bearbeitet, die Initiatoren sammeln Spenden für das ehrgeizige Projekt (Kosten 100.000 €). Das Denkmal soll noch 2017 auf der Kaiserstraße aufgestellt werden. Aber im August 2017 ist abzusehen, dass das Projekt mehr Zeit in Anspruch nehmen wird

Januar bis März: Die dritte Ausstellung der RUNGÆNGER wird gezeigt, sie trägt den Titel „Low Tech“ und präsentiert Arbeiten von Sho Hasegawa und Arno Beck.

2. Februar: Carsten Baumann übernimmt die Leitung der Bahnhofsmission im Hauptbahnhof.
Das Hausprojekt NIKA möchte an der Adresse Niddastraße 57/Ecke Karlstraße ein selbst verwaltetes und gemeinschaftliches Wohnprojekt verwirklichen und wirbt deshalb um Direktkredite für den Erwerb dieser Liegenschaft. Auf sechs Etagen des früher gewerblich genutzten Gebäudes sollen bis 2018 Mietwohnungen für je zwei bis sieben Bewohner entstehen.

Im Bahnhofsviertel ist “Wildpinkeln” ein häufiges Ärgernis. Ein Pissoir an der Moselstraße/Ecke Niddastraße wurde aufgestellt. Anwohner und Interessierte wurden in das Stadtteilbüro (Gutleutstraße 16 a) eingeladen, um Informationen zu erhalten, ob eine Verbesserung der Situation erreicht wurde: Langzeitbeobachtung werden betrieben, um zu prüfen, ob an geeigneten Stellen weitere Bedürfniseinrichtungen installiert werden könnten.

März bis Mai: Die vierte Ausstellung der RUNGÆNGER wird gezeigt, sie trägt den Titel „Unordnung“ und präsentiert Arbeiten von Sebastian Ritschel und Rober Schwark.

6. März: Bei den Wahlen zum Ortsbeirat 1 erhalten: CDU 22,3%, SPD 22,7%, Grüne 19,4%, die Linke 12,8%, FDP 9,3%, BFF 7,2%, ÖkolinX-ARL 3,8%, Die PARTEI 2,5%, Neuer Ortsvorsteher wird Dr. Oliver Strank (SPD)

Mai: Das Parkhaus an der Südseite des Bahnhofs, für max. 350 Fahrzeuge, wird eröffnet. Die chaotische Situation für Fernbusreisende soll durch einen Busbahnhof behoben werden: Täglich fahren ca,. 180 Busse von div. Anbietern. Sechs Fernbus-Steige gehen im Frühjahr in Betrieb. Der komplette Busbahnhof mit 14 Haltestellen soll Ende 2018 fertig gestellt sein.

8. September: Neunte Bahnhofsviertelnacht
Vierzehntes Kaiserstraßenfest

Juni bis August: Die fünfte Ausstellung der RUNGÆNGER wird gezeigt, sie trägt den Titel „Transformer“ und präsentiert Arbeiten von Peter Müller und Kyoung Jae Cho.

4. Juli: Am Ende von Ramadan, lassen Alim Cosgun, Nazim Alemdar und Oskar Mahler die Elbestraße zwischen Kaiser- und Münchener Straße sperren, sie veranstalten ein erstes gemeinsames Fastenbrechen für Muslime, Juden und Christen und alle anderen Menschen, die teilnehmen wollen. Das Fastenbrechen wurde nur per Zettel in den Briefkästen im Radius von 500 Metern kommuniziert. Die Veranstalter hatten auf eine Ankündigung über die Medien verzichtet, um daraus keinen „Event“ zu machen, sondern einen spirituellen Moment unter Nachbarn zu erzeugen. Fast 1.000 Menschen nehmen teil.

15. Juli: Die Projekte NiKa Haus und Niddastern in der Niddastraße entstehen.

8. September: Die Bahnhofsviertelnacht wird zum ersten Mal von der Tourismus und Congress GmbH veranstaltet.

10. und 11. September: Das 14. Kaiserstraßenfest wird gefeiert. (ab 2017 soll die Bahnhofsviertelnacht wieder dem Kaiserstraßenfest vorangehen und beides immer um den 18. August angesiedelt sein, um den Geburtstag des Hauptbahnhofs zu feiern.)

September bis November: Die sechste Ausstellung der RUNGÆNGER wird gezeigt, (erste Einzelausstellung), sie trägt den Titel „Dünne Luft“ und präsentiert Arbeiten von Hanuk Jung.
Oktober: Auf dem Gelände der Weißfrauen-Diakoniekirche Gutleutstraße20/Ecke Weserstraße wird ein Zaun gezogen, nachdem eine Roma-Gruppe dort einige Wochen ihr Nachtlager aufgeschlagen hatte und nun ein Immobilien-Geschäftsmann angeboten hatte, Teile der Gruppe in leerstehenden Wohnungen – wenigstens vorübergehend mietfrei – unterzubringen.

3. November: In der Taunusstraße 19 Eröffnen Taff, Mengi und Yeshi Zeleke ihren neuen Club OYE (Open Your Eyes)

Die Schuhmacherei LENZ in der Münchener Straße feiert 75 jähriges Jubiläum und fertigt zu diesem Anlass das größte Paar Schuhe der Welt – Größe 75.

Dezember: Das Atelierhaus “basis” besteht seit zehn Jahren. Wiege dieser Künstlerinitiative war zunächst in der Elbestraße; seit 2007 ist der Hauptsitz in der Gutleutstraße 8 – 12 wo Platz für 130 Kreative ist. Das Haus geht in das Eigentum der Stadt Frankfurt über.

Der Gewerbeverein Bahnhofsviertel will gegen Mißstände im Stadtteil angehen, u.a. mit einer Putz- und Reinigungsaktion am 14.12. unter Beteiligung von Bürgern und Geschäftsleuten. Zwei Wochen lang findet auch ein Kulturprogramm, initiiert vom Drogenreferat und der Bahn AG statt. Mit Musik, Tanz und Kunst versuchen verschiedene Akteure die Atmosphäre in der B-Ebene des Bahnhofes zu verbessern.
Das Jahr 2016 war ein segensreiches Jahr für den Schöffling Verlag, der in der Kaiserstraße 79 residiert, ein wahrer Preisregen von 14 bedeutenden Preisen überschüttet die Literaturmacher. Der Schöffling Verlag ist nicht der größte deutsche Literaturverlag, aber vielleicht der erfolgreichste. Basler Lyrikpreis für Ron Winkler: „Prachtvolle Mitternacht“, Gedichte. Bertolt-Brecht-Preis für Silke Scheuermann „Skizze vom Gras“, Gedichte. Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik für Guntram Vesper „Frohburg“, Roman. Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung für Brigitte Döbert „Die Tutoren“, Roman von Bora Ćosić. Straelener Übersetzerpreis Kunststiftung NRW für Brigitte Döbert „Die Tutoren“ Roman von Bora Ćosić. Binding-Kulturpreis für den Verlag. Düsseldorfer PoesieDebüt Preis für Julia Trompeter „Zum Begreifen nah“, Gedichte. Robert Gernhardt Preis für Silke Scheuermann „Zweites Buch der Unruhe“, Gedichte. Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg für Ror Wolf. Sächsischer Literaturpreis für Franziska Gerstenberg „So lange her, schon gar nicht mehr wahr.“, Erzählungen. Anton-Wildgans-Preis für Margit Schreiner „Das menschliche Gleichgewicht“, Roman. Klaus Schöffling Verleger des Jahres 2016. Kulturpreis der Stadt Basel an Ulrich Blumenbach für seine Übersetzung von Joshua Cohen „Witz“, Roman. Horst-Bienek-Preis für Lyrik für Aleš Šteger „Buch der Körper“

24. Dezember: Die Pfarrer Dr. Michael Frase und Dr. Gunter Volz, veranstalten die 13. lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest erstmalig Oskar Mahler.


2015
Januar bis Juni: Stolpersteinverlegungen durch Gunter Demnig: 1) Weserstraße 46, PAULA PAULI, Jg. 1874, Gedemütigt und entrechtet, Flucht in den Tod, 30.9.1944, 2) Kaiserstraße 36, JOSEF STRAUSS, Jg. 1872, Deportiert 1942, Theresienstadt , ermordet 30.11.1942, 3) Wilhelm-Leuschner-Straße 12, TONI WOLFGANG, geb. Feist, Jg. 1875, Deportiert 1942, Theresienstadt, ermordet 8.5.1943.

2. April: Karlsplatz als Ort der Kunst: Das Trafohäuschen auf dem Karlsplatz ist Gegenstand des Kunstprojekts “Zyklus” des Frankfurter Künstlers Levent Kunt. Ein Jahr lang wird es jeden Monat farblich anders gestaltet. Die Aktion, soll den Platz bis zu seiner Umgestaltung attraktiver machen. Das Projekt ist so erfolgreich, dass der Zyklus, nach Ablauf des ersten Jahres auf unbestimmte Zeit verlängert wird.

3. April: Im Stadtteilbüro (Moselstraße 6a) wird bis zum 30. Mai eine Fotoausstellung gezeigt, die auf ein Cover des ZEIT-Magazins vom Oktober 2013 zurückgeht. “Promis” des Viertels und auch weniger bekannte Individuen posieren auf originelle Art und Weise vor dem Szene-Lokal PLANK an der Ecke Münchener- und Elbestraße – 100 Personen habe sich bisher für diese Aktion zur Verfügung gestellt. Diese Porträtsammlung wird laufend erweitert.

Achte Bahnhofsviertelnacht
Dreizehntes Kaiserstraßenfest

10. Juni 2015: Neueröffnung des Stadtteilbüros für das Bahnhofsviertel in der Gutleutstraße 16 a mit einem künstlerisch und musikalisch gestalteten Empfang (vorherige Adresse Moselstraße 6a).

11. Juni 2015: Ausstellungseröffnung “Eingemachtes”: Zeichnungen und Objekte der Künstlerin Charlotte Malcolm-Smith in der Weißfrauen-Diakoniekirche (bis 24. Juli 2015).
August: Die Gutleutkirche soll zum Jugendzentrum umgebaut werden.
Neunzehn sogenannte „Lampedusa-Flüchtlinge“ afrikanischer Herkunft, die seit dem Herbst 2013 im Bahnhofsviertel untergebracht waren, müssen mit Unterstützung der ev. Kirche in Frankfurt in andere Unterkünfte umziehen.

7. September 2015: In der Kaiserpassage, im Haus Kaiserstraße 62 eröffnet der Kunstraum rote Treppe. Diese Galerie wird in Windeseile in Frankfurt bekannt. Vor allem die Veranstaltung „CONNECTING PEOPLE – MAKING FRIENDS“, die alle zwei Wochen dort stattfindet, lockt von Beginn an viele Prominente in die Galerie. In der ersten Ausstellung ehrten die Neu-Galleristen, die Choreographin Vivienne Newport, die über 10 Jahre im Frankfurter Bahnhofsviertel, in der Elbestraße gewohnt hatte und die im April 2015 in Berlin verstarb.

15. September: Das Cartel Collective, der Zusammenschluss der Fotografen Ferhat Bouda, Alina Emrich, Fabian Fiechter, Kiên Hoàng Lê, Peggy Wellerdt, Jonas Wresch erhält ein Stipendium um innerhalb von 8 Monaten ein Multimediaprojekt über das Frankfurter Bahnhofsviertel zu erstellen. Die Fotografen beziehen ihr Frankfurter Domizil in der roten Treppe.

24. Dezember: Die Pfarrer Dr. Michael Frase Dr. Gunter Volz, veranstalten die 12. lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 724.486 Einwohner (das sind 15.943 mehr als bei der letzten Erhebung 2014), davon leben 3.915 im Bahnhofsviertel (das sind 158 mehr als bei der letzten Erhebung 2014 und 2.041 mehr als im Jahre 2005, beim historischen Tiefststand der Einwohnerzahl im BHV, als der Stadtumbau BHV begann.) Die Zahl der 25-35 Jährigen hat sich in den letzten zehn Jahren im BHV verdoppelt.


2014
Februar: Für drei Wochen fand die traditionelle Winterspeisung in der Weißfrauen-Diakoniekirche statt. Für Obdachlose und andere bedürftige Menschen wurden ca. 4.000 Mahlzeiten sowie Kaffee, Tee, Kuchen und Obst ausgegeben.

23. April: Johannes Romanus, auch bekannt als Nuri eröffnet in der Niddastraße 54 die Bar Pracht, eines der Aushängeschilder des Bahnhofsviertels, das weit über die Stadtgrenzen hinaus in Windeseile bekannt wird.

Siebte Bahnhofsviertelnacht
Zwölftes Kaiserstraßenfest

Oktober: Die DB und das Planungsdezernat der Stadt stellen Pläne zur Umgestaltung des Hauptbahnhofs, der B-Ebene und des Bahnhofsplatzes vor. Die Baumaßnahmen sollten 2016 beginnen und 2019 beendet sein.

24. Dezember: Die Pfarrer Dr. Michael Frase und Dr. Gunter Volz, veranstalten die 11. lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 708.543 Einwohner (das sind 15.201 mehr als bei der letzten Erhebung 2013), davon leben 3.757 im Bahnhofsviertel (das sind 321 mehr als bei der letzten Erhebung 2013), der Frauenanteil beträgt 33,1%.


2013
Februar: Fassadensanierung am Hauptbahnhof einschließlich des skulpturalen Schmuckes wird begonnen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2013 geplant. Januar Das Bahnhofsmanagement, die Stadt und die Initiativen aus dem Viertel beginnen mit der Planung des Bahnhofsjubiläums.

Mai: Das neue Zentrum der ev. Hoffnungsgemeinde mit Gemeindesaal, Büros und 16 Wohnungen an der Hafenstraße, wird offiziell eröffnet und am Tag der Architektur in Hessen im Juni d. J. der Allgemeinheit vorgestellt (Architekt: Stephan Forster)

Als der Sommer endlich ausbricht, scheint das Quartier mittlerweile insgesamt ein Publikumsmagnet geworden zu sein. Vor dem Plank, dem Kiosk Yok-Yok und Walon und Rosetti stehen und sitzen Menschenmengen, wie man sie vorher nur in der Bahnhofsviertelnacht gesehen hat.

15. Juli: Im Kaisersack eröffnen die Backfaktory und das Paparazzi und wandeln dadurch den ersten Eindruck, den man vom Viertel hat, entscheidend.

30. Juli: Das Buch 125 Jahre Hauptbahnhof Frankfurt wird veröffentlicht.

13. August: Die Hauptbahnhofs-Jubiläumszeitung Atlas erscheint.

16. bis 18. August: Der Hauptbahnhof und das Viertel feiern den 125sten Geburtstag des HBF, als elftes Kaiserstraßenfest. Das Presseamt der Stadt veranstaltet am Vorabend zum sechsten Mal die Bahnhofsviertelnacht

Oktober./November: Künstler stellen im Stadtteilbüro (Moselstraße 6a) Ideen für eine experimentelle Stadtentwicklung aus. “MEHR GRÜN INS VIERTEL” u.a. auf dem Francois-Mitterand-Platz.
Dezember: Die Pläne für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes nehmen konkrete Formen an. Eine Vorplanung aufgrund der Entwürfe des Architektenbüros schneider + schumacher soll zunächst nur im Zentrum und an der Nordseite realisiert werden. Die Südseite wird noch ausgespart, bis der Standort für einen Busbahnhof geklärt ist.

24. Dezember: Die Pfarrer Dr. Michael Frase und Dr. Gunter Volz, veranstalten die 10. lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 693.342 Einwohner (das sind 14.651 mehr als bei der letzten Erhebung 2012), davon leben 3.436 im Bahnhofsviertel (das sind 319 mehr als bei der letzten Erhebung 2012)


2012
Die Sanierung des Hochhauses Silberling am Jürgen-Ponto-Platz, ehemals Dresdner Bank, ist abgeschlossen und wird von der Deutschen Bahn AG genutzt.

Im Rahmen des Programms Stadtumbau im Bahnhofsviertel werden die Freifläche der Weißfrauenkirche und der Turm mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung neu gestaltet. Der erste Bauabschnitt der Freiflächen Umgestaltung wird im Ende des Jahres abgeschlossen. Der Bereich vor der Kirche soll in der zweiten Jahreshälfte 2013 sowie im Frühjahr 2014 folgen. Zur künstlerischen Umgestaltung des Turms wird ein Wettbewerb mit internationalen Künstlern durchgeführt, aus dem Frau Prof. Andrea Büttner als Siegerin hervorgeht. Die Umsetzung ihres Entwurfs ist für die zweite Jahreshälfte 2013 geplant.

Das städtische Straßenverkehrsamt bezieht einen Neubau an der Gutleutstraße. Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen des Übergangswohnheims mit Sozialberatung WESER5 sind abgeschlossen.
30. Juni: James und David Ardinast und Yves Hofmann veranstalten das 100 YARDS BlockFestival. In der abgesperrten Niddastraße präsentieren sie Künstler mit Weltniveau, ihre Firmen YOSOY Music und IMA WORLD stehen stellvertretend für die neue kreative Energie der Stadt.

Fünfte Bahnhofsviertelnacht
Zehntes Kaiserstraßenfest

Oktober: In der Moselstraße eröffnen Henry Walon und Radu Rosetti das Lokal Walon & Rosetti, das, genau wie das Plank, nach kurzer Zeit ein Renner ist.

22. Dezember: Der Kurator der Weißfrauenkirche, Gerald Hintze, erliegt den schweren Verletzungen, die er Monate vorher bei einem Verkehrsunfall erlitten hatte.

24. Dezember: Der Pfarrer Dr. Michael Frase veranstaltet zum neunten Mal die lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche, zum ersten Mal gemeinsam mit Dr. Gunter Volz. Zitate aus der Bibel liest abermals Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 678.691 Einwohner (das sind 11.616 mehr als bei der letzten Erhebung 2011), davon leben 3.117 im Bahnhofsviertel (das sind 455 mehr als bei der letzten Erhebung 2011)


2011
Januar: Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft bezieht die Villa Untermainanlage 5.
Das ehemalige 4. Polizeirevier am Wiesenhüttenplatz wird nach gründlicher Sanierung und Umbau ein Studentenwohnheim.

Der Bildband von Ulrich Mattner, Frankfurter Bahnhofsviertel, Milieu der Kontraste, die bisher ausführlichste Fotodokumentation des Alltagslebens im Bahnhofsviertels erscheint im Verlag Henrich Editionen.

13. bis 17. Juli: Unter dem Motto: „Nationen im Bahnhofsviertel“ wird das neunte Kaiserstraßenfest gefeiert.

Vierte Bahnhofsviertelnnacht

24. Dezember: Der Pfarrer Dr. Michael Frase und der Kurator der Weißfrauenkirche, Gerald Hintze, veranstalten zum achten Mal die lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 667.075 Einwohner (das sind 10.648 mehr als bei der letzten Erhebung 2010), davon leben 2.662 im Bahnhofsviertel (das sind 829 weniger als bei der letzten Erhebung 2010)


2010
In der Münchener Straße eröffnen Ata Macias und Sonja Schmid in der Münchener Straße, Ecke Elbestraße, die Bar Plank, sie ist von Beginn an ein Publikums-Erfolg.

Dritte Bahnhofsviertelnacht
Achtes Kaiserstraßenfest

24. Dezember: Der Pfarrer Dr. Michael Frase und der Kurator der Weißfrauenkirche, Gerald Hintze, veranstalten zum siebten Mal die lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 656.427 Einwohner (das sind 7.975 mehr als bei der letzten Erhebung 2009), davon leben 3.491 im Bahnhofsviertel (das sind 1.046 mehr als bei der letzten Erhebung 2009)


2009
In dem von der Stadt Frankfurt gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG ausgelobten Wettbewerb: Neugestaltung der Bahnhofsvorplätze wird das Büro schneider + schumacher mit dem 2. Preis und das Büro Topotek 1 mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Beide Entwürfe werden nochmals überarbeitet, eine Entscheidung zur Umsetzung eines der Entwürfe wird nicht gefasst.
Der Spielplatz auf dem Schulhof Karmeliterschule wird eröffnet. Das Beteiligungs- und Planungsverfahren wird im Rahmen des Programms Stadtumbau im Bahnhofsviertel initiiert und gefördert. Planungsgrundlagen liefert eine Projektwoche, in der die Schülerinnen und Schüler eigene Gestaltungsideen einbringen.

1. August: Atli Fathi eröffnet in der Münchener Straße seinen zweiten Männer Frisör Laden, er heißt ebenfalls die Goldene Schere.

Zweite Bahnhofsviertelnacht
Siebtes Kaiserstraßenfest

September: Das Orange Peel im Hinterhaus Kaiserstraße 39 wird eröffnet. Weitab vom Mainstream bietet es anspruchsvolle Unterhaltung, schräge Theatervorstellungen, klassische Jazz- und Blues Konzerte, Lesungen und Rock’n’Roll Veranstaltungen.

Eine Neuauflage des Ideenlabors wird mit der Stadtumbaubar von bb22 in den Jahren 2009/2010 und 2010/2011 im Auftrag der Stadt als Ergänzung des Stadtumbauprozesses durchgeführt.

24. Dezember: Der Pfarrer Dr. Michael Frase und der Kurator der Weißfrauenkirche, Gerald Hintze, veranstalten zum sechsten Mal die lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 648.451 Einwohner (das sind 7.289 mehr als bei der letzten Erhebung 2008), davon leben 2.445 im Bahnhofsviertel (das sind 61 mehr als bei der letzten Erhebung 2008)


2008
18. April: Der Journalist und der Erfinder und Conférencier des Pik Dame Sonntag, Thorben Leo, stirbt schlagartig und vollkommen unerwartet im Treppenhaus zu seiner Wohnung in der Münchener Straße.

1. Juni: Nazim Alemdar eröffnet in der Münchener Straße 32 seinen mittlerweile legendären Kiosk Yok-Yok, zu Deutsch: Geht nicht, gibt’s nicht! Der Name Yok-Yok wird immer mehr zur Parole des Viertels.

15. Juli: Ardi Goldmann eröffnet das 25hours Hotel tailored by Levi’s in der Niddastraße 58

14. August: 120 Jahre Hauptbahnhof, zum ersten Mal veranstaltet das Presseamt der Stadt Frankfurt die Bahnhofsviertelnacht.

Das Bahnhofsmanagement feiert gemeinsam mit den 3 Initiativen des Viertels in einem dreitägigen Fest das Jubiläum auf dem sechstes Kaiserstraßenfest, am 15., 16. und 17. August

27. Oktober: Der Francois-Mitterand-Platz wird eingeweiht.

24. Dezember: Der Pfarrer Dr. Michael Frase und der Kurator der Weißfrauenkirche, Gerald Hintze, veranstalten zum fünften Mal die lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 641.153 Einwohner (das sind 4.407 mehr als bei der letzten Erhebung 2007), davon leben 2.384 im Bahnhofsviertel (das sind 100 weniger als bei der letzten Erhebung 2007)


2007
20. März: Gründung des Gewerbevereins Bahnhofsviertel, Interessengemeinschaft zur Förderung von Gewerbe, Kultur, Handel und privatem Grundbesitz.

April bis Juni: Der Hotelgeograph Thomas Hoefels und Oskar Mahler erstellen eine Studie über die Hotels des Frankfurter Bahnhofsviertels. Sie weisen nach, dass es sich bei dem Stadtteil mit 23 Hotels pro 1000 Einwohner um den Ort mit der größten Hoteldichte der Welt handelt, (Durchschnitt im Frankfurter Stadtgebiet: 0,3 Hotels auf 1000 Einwohner) und dass der Stadtteil, der nur 0,5% des Stadtgebiets von Frankfurt ausmacht, 20% aller Hotelgäste der Stadt Frankfurt versorgt.

1. Juni: Das Stadtteilbüro in der Moselstraße 6a wird von der Projektsteuerung für den Stadtumbau im Bahnhofsviertel eröffnet, einer Arbeitsgemeinschaft, aus der BSMF und dem Büro S.T.E.R.N. Sie beraten die Bürger, begleiten das Sanierungs- und Förderungsprogramm für den Stadtteil u.a. im Rahmen des Stadtumbaus West.

Fünftes Kaiserstraßenfest

2. September: Der Förderverein für das Bahnhofs- und Gutleutviertel e.V. konstituiert sich mit einer neuen Satzung. Die Gemeinnützigkeit wird vom Finanzamt anerkannt.

24. Dezember: Der Pfarrer Dr. Michael Frase und der Kurator der Weißfrauenkirche, Gerald Hintze, veranstalten zum vierten Mal die lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 636.746 Einwohner (das sind 4.540 mehr als bei der letzten Erhebung 2006), davon leben 2.484 im Bahnhofsviertel (das sind 178 mehr als bei der letzten Erhebung 2006)


2006
8. Juni: Der vom Grünflächenamt neu gestaltete Wiesenhüttenplatz wird feierlich eröffnet. Das Le Méridien Park-Hotel übernimmt auf einem Teil des Platzes in den Sommermonaten die Bewirtschaftung für einen Biergarten.

Im Oktober wird das städtebauliche Entwicklungskonzept für das Bahnhofsviertel als Handlungsgrundlage für das Stadtumbauprogramm durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Mit der Aufnahme in das Programm Stadtumbau in Hessen stehen jährlich ca. 500.000 € für das Bahnhofsviertel von Bund, Land und Stadt Frankfurt bereit.

Viertes Kaiserstraßenfest

24. Dezember: Der Pfarrer Dr. Michael Frase und der Kurator der Weißfrauenkirche, Gerald Hintze, veranstalten zum dritten Mal die lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 632.206 Einwohner (das sind 8.856 mehr als bei der letzten Erhebung 2005), davon leben 2.306 im Bahnhofsviertel (das sind 432 mehr als bei der letzten Erhebung 2005)


2005
8. August: In der Münchener Straße 36, auf der Empore der Schuhmacherei Lenz, wird das HAMMER MUSEUM, eröffnet, Sammler und Initiator ist Oskar Mahler.

Die Aufnahme in das Programm Stadtumbau in Hessen wird im Jahr 2005 beantragt und Ende des Jahres bewilligt. Der Beschluss des Förderprogramms Bahnhofsviertel (Richtlinie) wird gefasst. Die Büros bb22 und Hyttrek Weyell und Weyell mit der zweistufigen Erarbeitung eines Rahmenplans, Wohnen im Bahnhofsviertel, beauftragt. Die erste Stufe beinhaltet insbesondere die Durchführung des Ideenlabors im Stadtteilbüro in der Moselstraße 6a durch bb22.

Im Juli findet das dritte Kaiserstraßenfest statt.

24. Dezember: Der Pfarrer Dr. Michael Frase und der Kurator der Weißfrauenkirche, Gerald Hintze, veranstalten zum zweiten Mal die lange Nacht am Heiligen Abend in der Weißfrauenkirche. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.


2004
Als Folge des deutlichen Rückgangs der Wohnbevölkerung und einer sinkenden Büronachfrage wird ein städtisches Förderprogramm für die Erneuerung und Stabilisierung des Bahnhofsviertels eingeleitet, 2005 wird, als Grundlage für die weitere Entwicklung, das Ideenlabor installiert. Zehn Millionen Euro werden durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen bereitgestellt. Mit der Aufnahme des Bahnhofsviertels in das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Hessen im November 2005 stehen nun weitere Mittel in Höhe von 500.000 Euro über eine Laufzeit von zehn Jahren zur Verfügung. Während die städtischen Fördermittel vorrangig in die Schaffung und Modernisierung von Wohnraum fließen, werden die Stadtumbaumittel ergänzend dazu im öffentlichen Raum und für Projekte mit Impulswirkung für das städtische Umfeld eingesetzt.

10. Mai: Das Programm Offensive Sozialarbeit, Sicherheit, Intervention und Prävention, OSSIP, eine konsequente Fortsetzung des Frankfurter Weges der Drogenpolitik, bei dem das Drogendezernat, verschiedene Träger der Drogenhilfe und die Polizei eng zusammenarbeiten, nimmt seine Arbeit im Bahnhofsviertel auf. Die Geschäftsstelle befindet sich heute in der Taunusstraße.

15. Juni: Das am Baseler Platz gelegene, ursprünglich sehr heftig kritisierte Baseler Oval ist fertig gestellt; Architekt: Albert Speer und Partner.

15. Juli: Das OSSIP Programm nimmt seine Arbeit im Bahnhofsviertel auf

20. September: Auf dem zweiten Kaiserstraßenfest stellen Gisela Paul und Gert Spielmann ihre Benefiz CD „Hilf mir die Brücke bau’n“ vor, die sie zugunsten der Kinder der Weißfrauenschule aufgenommen haben.

8. Oktober: Nach fast vierjähriger Bauzeit ist der Westhafen-Turm, „das Gerippte“, vollendet; Architekten: schneider + schumacher, Chr. Mäckler.

24. Dezember: Der Pfarrer Dr. Michael Frase und der Kurator der Weißfrauenkirche, Gerald Hintze, veranstalten erstmalig die lange Nacht am Heiligen Abend, die seitdem Jahr für Jahr das Weihnachtsfest im Bahnhofsviertel nicht nur für Wohnsitzlose zu einem besonderen Erlebnis macht. Zitate aus der Bibel liest Matthias Scheuring.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 629.872 Einwohner (das sind 6.522 mehr als bei der letzten Erhebung 2003), davon leben 1.874 im Bahnhofsviertel (das sind 747 weniger als bei der letzten Erhebung 2003, dieser Wert ist der historische Tiefststand der Einwohner des Stadtteils.


2003
13. März: Zum ersten Mal wird auch am Dienstag der Kaisermarkt veranstaltet, seit diesem Tag findet er sowohl dienstags als auch donnerstags auf der Kaiserstraße statt.

22. März: findet das erste Kaiserstraßenfest statt, ins Leben gerufen von Gisela Paul, Wolfgang Lenz und anderen.

Das Main-Forum an der Wilhelm-Leuschner-Straße 79-85 ist vollendet und umfasst eine Blockrandbebauung mit 66 Wohnungen sowie ein 80m hohes Bürogebäude (Sitz der Hauptverwaltung der IG-Metall) im Passivhaus-Standard; Architekten: Gruber und Kleine-Kranenburg. Die Leerstandsbekämpfung beginnt mit dem Arbeitskreis Leerstand.
Das ZDF dreht 8 Monate einen Vierteiler mit dem Titel: Das Bahnhofsviertel lebt.
ZDF-neo dreht einen 10-Teiler.

10. November: Das 4. Polizeirevier zieht ins Gebäude Gutleutstraße ein.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 623.350 Einwohner (das sind 3.907 mehr als bei der letzten Erhebung 2001), davon leben 2.621 im Bahnhofsviertel (das sind 2 mehr als bei der letzten Erhebung 2001)


2002
Atli Fathi eröffnet in der Münchener Straße 25 seinen ersten Frisörladen die Goldene Schere.


2001
Oberbürgermeisterin Petra Roth sowie der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Kurt Bodewig, und der Hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Dieter Posch, eröffnen die U-Bahn-Strecke vom Hauptbahnhof über Messe/Festhalle zur Bockenheimer Warte. Die Fertigstellung der knapp 1,8 km langen Strecke, die 420 Millionen Mark kostete, von denen der Bund knapp 210 Millionen und das Land gut 34 Millionen gaben, verzögerte sich um mehrere Jahre wegen des mit Chemikalien einer dort gelegenen Farbenfabrik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verseuchte Grundwassers und des schwer belasteten Erdreichs. Die beiden Stationen der neuen Strecke wurden durch die Architektengemeinschaft Gerhard Balser und das Darmstädter Architektenbüro Nieper und Partner gestaltet.

Die Werkstatt Frankfurt gibt ihre Verwaltungsräume an der Mainzer Landstraße und den Standort Heidelberger Straße auf und bezieht das Haus Idsteiner Straße 91 im Gallusviertel.

Im neuen Gebäude gibt es mehr Schulungsräume, die notwendig sind, da infolge der zunehmend fehlenden Qualifizierung der Arbeitslosen ein höherer Schulungsbedarf vorliegt. Auf dem Gelände der Werkstatt Frankfurt an der Lärchenstraße in Griesheim wird u.a. das bisher in Fechenheim beheimatete Recyclingzentrum untergebracht.

Das Hochhaus Skyper an der Taunusstraße ist vollendet und mit 151 Metern Höhe ein neuer Blickfang im Quartier, Architekt: Helmut W. Joos.

13. bis 17. Juni: Der 29. Deutsche Evangelische Kirchentag findet in Frankfurt statt. Mehrere Stadtteilführungen mit den Themen Soziales, Sicherheit und Prostitution im Bahnhofsviertel sind im Rahmenprogramm. Aus dem Kirchentag geht die [Werkstatt] Bahnhofsviertel hervor, eine offene Diskussionsplattform. Alle, die Interesse am Bahnhofsviertel haben, sich eingeladen teilzunehmen. Sie findet bis heute jeweils am ersten Montag im Monat im Kronenhof in der Wilhelm-Leuschner-Straße 12 statt.

1. August: Der Schöffling Verlag zieht ins Bahnhofsviertel, in die Kaiserstraße 79.

17. Dezember. Im Fürstenhof werden (damals Dresdner Bank) die ersten Euro-Münzen als „Starter-Kit“ ausgegeben und damit eine epochemachende Währungsumstellung eingeleitet (kleine Info-Tafel).

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 619.443 Einwohner (das sind 1.348 weniger als bei der letzten Erhebung 1999), davon leben 2.619 im Bahnhofsviertel (das sind 304 weniger als bei der letzten Erhebung 1999)


2000
Grundsteinlegung für das neue 136 m hohe Hochhaus Gallileo der Dresdner Bank Ecke Gallusanlage und Kaiserstraße Fertigstellung 2002.

In der Karmeliterschule werden 180 Schüler aus 30 Nationen unterrichtet, darunter befindet sich kein deutsches Kind.

Die beiden evangelischen Gemeinden Weißfrauen- und Gutleutgemeinde fusionieren zur neuen Gemeinde am Hauptbahnhof.


1999
Eröffnung der 750 m langen Straßenbahnstrecke über die Konrad-Adenauer-Straße und Konstablerwache zur Battonstraße als Verbindung vom Nordend zur Altstadt. Die Linie 12 fährt nunmehr, von Bornheim kommend, zum Hauptbahnhof.

11. März: Deutscher Pelz- Groß- und Außenhandelsverband e.V., Dr. Barbara Sixt übernimmt die Geschäftsführung

4. November: Der erste Wochenmarkttag vom Landesverband für Markthandel u. Schausteller Hessen e.V. findet statt von da an jeden Donnerstag bis heute. Marktleitung Gisela Paul und Uwe Reichert.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 620.791 Einwohner (das sind 5.589 weniger als bei der letzten Erhebung 1997), davon leben 2.923 im Bahnhofsviertel (das sind 774 weniger als bei der letzten Erhebung 1997)


1998
Beginn der Umgestaltung der Mainzer Landstraße zwischen Opernplatz und Platz der Republik zu einer Flaniermeile mit Platanen, breiten Trottoirs, Radwegen und Laternen auf dem Mittelstreifen.


1997
Die umgewidmete Weißfrauenkirche wird zum Tagestreff für Nichtsesshafte, der Kirchenraum dient kulturellen Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen, Träger: Diakonisches Werk der ev. Kirche in Frankfurt am Main, der Tagestreff ist auch Lebensmittel-Ausgabestelle der Frankfurter Tafel. Der Kirchenraum dient seit ca. zwanzig Jahren als Ort der Winterspeisung für Obdachlose und Bedürftige.
Nach 19 Monaten Bauzeit stellt die Deutsche Bahn AG den neugestalteten Südflügel des Hauptbahnhofs vor, der nun 26 Kundenschalter unter einer Glaskuppel, eine komfortable Lounge mit Bars, Ledersessel, Fernsehgerät und Kinderecke hat. Auch die Verkaufsfläche des Markt im Bahnhof wurde umgebaut und ist nun doppelt so groß.

Eine Arbeitsgruppe kommt zu dem Ergebnis, dass das Großprojekt Frankfurt 21 machbar, die Finanzierung allerdings extrem schwierig sei.

Den Architektenwettbewerb für das neue Dresdner-Bank-Hochhaus an der Gallusanlage gewinnt das Offenbacher Büro Novotny, Mähner & Assoziierte – mit einem 139 m hohen Doppelturm – Gallileo.

31. Dezember: Am Jahresende hat die Stadt Frankfurt 626.380 Einwohner, davon leben 3.697 im Bahnhofsviertel


1996
Beginn der auf drei Jahre veranschlagten Renovierung Hafentunnel.

Die Deutsche Bahn AG gibt das Projekt, Frankfurt 21, bekannt, einen Tunnel durch die Innenstadt zu bauen und das Gleisfeld des Hauptbahnhofs tiefer zu legen.

Die Dresdner Bank kauft den Fürstenhof, den sie bisher bereits gemietet hatte.


1995
1. Februar: Harry Statt eröffnet an der Ecke Mosel/Taunusstraße das Mosel Eck.

Die Deutsche Post AG errichtet ein neues Briefverweilzentrum in der Gutleutstraße. Mit einer 280 x 60 m großen Halle, einem vierstöckigen Verwaltungsbau und mehreren Nebentrakten für insgesamt 1.300 Mitarbeiter ist es das drittgrößte von 83 derartigen Zentren in Deutschland.


1994
Nach fünfjähriger Bauzeit wird das, auf dem Areal der unter Denkmalschutz stehenden Gutleutkaserne vom Dortmunder Architektenbüro Peter Scheele entworfene, Behördenzentrum eröffnet. Standort von fünf Frankfurter Finanzämtern, dem hessischen Autobahn- und Straßenbauamt und der Verwaltungshochschule, gegenwärtig auch Arbeits- und Sozialgerichte.

Die Europäische Zentralbank EZB mietet das Hochhaus, ehemals BfG, am Willy-Brandt-Platz.

Der Theaterplatz wird in Willy-Brandt-Platz umbenannt.

31. Dezember: Der »Dampfkessel«, das Lokal von Harry Statt, das im Volksmund liebevoll »Dampfer« oder weniger liebevoll »Kampfkessel«, genannt wurde, macht dicht.


1993
Die Stadtverordnetenversammlung segnet das Bauprojekt Westhafen ab, das ein Gewerbezentrum, einen Bürokomplex, ein Hotel sowie Wohnungen (davon 30 Prozent Sozialwohnungen) vorsieht.

Das Japan-Center entsteht an der Adresse Taunustor 2-4. Architekten: Joachim Ganz, Walter Rolfes. Vollendet 1996, Höhe 114 m.


1992
Fertigstellung der Sanierung des Fürstenhofs, Gallusanlage / Münchener Straße. Das Haus wurde 1901/02 als Hotel erbaut, 1914 zum Geschäftshaus umgebaut, im Zweiten Weltkrieg beschädigt und danach für Dienststellen vereinfacht wieder aufgebaut. Das Gebäude wurde nebst Nachbarhaus 1986 von Investor Jürgen Schneider gekauft und saniert. Vom alten Bau blieben nur die Fassade, das Vestibül und das Treppenhaus. Nach Fertigstellung ging der Fürstenhof an die japanische Gesellschaft Kowa Real Estate über. Die Dresdner Bank mietet das Gebäude.

Die Merkez-Moschee bezieht das Haus in der Münchener Straße 21. (Ditib hatte es vor dem Einzug erworben.)


1991
Einweihung des Holbeinsteg über den Main zwischen der Windmühlstraße und der Holbeinstraße neben dem Städel. Der Steg ist eine Fußgängerbrücke als erdverankerte Hängebrücke.
Die ersten der 104 Wohnungen am Rottweiler Platz werden bezogen.

Die Sperrgebietsverordnung, VO zum Schutze der Jugend und des öffentlichen Anstandes in Frankfurt am Main wird novelliert: Sie erlaubt die gewerbsmäßige Prostitution im Häuserkarree zwischen Mosel- Elbe- und Weserstraße bzw. Taunus- und Niddastraße und auf der südlichen Seite der Taunusstraße in diesem Abschnitt, die Bürgersteige sind von der Erlaubnis ausgenommen, die Prostitution ist nur in den Häusern erlaubt.


1990
Gründung einer Bürgerinitiative für den Bau des Campanile am Hauptbahnhof. Der Plan für dieses Hochhaus wird vorerst aber nicht weiter verfolgt. Er war bisher an der verweigerten nachbarschaftlichen Zustimmungserklärung gescheitert.

Im sanierten Haus Kaiserstraße 52 findet das zuvor in der Hamburger Allee ansässige English Theatre ein neues Domizil, mittlerweile ist es erneut umgezogen in die Gallus Anlage 7.


1989
wird in der Moselstraße 47 das Café Fix niedrigschwellige Einrichtung und Drogenberatung für Drogenabhängige im Bahnhofsbereich eingerichtet.

Die Werner-von-Siemens Berufsschule nimmt ihren Lehrbetrieb auf, in der Gutleutstraße 333. Info-Tafel zur Erinnerung an den im Jahre 1283 zuerst erwähnten Gutleuthof.


1988
Durch den Einspruch einer Bewohnerin kann der auf dem als Parkplatz genutzten Areal an der Hauptbahnhof-Südseite von der Mannheimer Immobiliengruppe Fay geplante Campanile, ein über 220 m hohes Büro- und Hotelgebäude nach Entwurf von Helmut Joos, nicht ausgeführt werden. Die Teilbaugenehmigung hatte die Klausel der Zustimmung der Nachbarn enthalten.

Am 17. und 18. September wird im und um den Hauptbahnhof sein 100jähriges Bestehen gefeiert.


1987
Am 13. Januar tritt die Sperrgebietsverordnung in Kraft, die nach einer zweijährigen Übergangszeit die Prostitution im Gebiet zwischen Hauptbahnhof, Taunusanlage, Gutleutstraße und Mainzer Landstraße untersagt.

Das Gutleutviertel wird im sog. »vereinfachten« Verfahren saniert, ein in das Bundesforschungsprogramm »Experimenteller Wohnungs- und Städtebau durch Modellvorhaben« aufgenommenes Projekt, mitgefördert durch das Bundesministerium für Bauwesen, Raumordnung und Städtebau und das Land Hessen. Größte Baumaßnahme ist die Bebauung des Rottweiler Platzes, wo auf einem früheren Parkplatz für Pkws und Lkw 104 Sozialwohnungen, ein Bürgertreff und ein Bürogebäude für städtische Ämter entstehen.


1986
Im Haus Gutleutstraße 110 richtet der Internationale Bund für Sozialarbeit ein Jugendzentrum ein.
Im Haus Wiesenhüttenstraße 15, das bereits seit 1980 als Treffpunkt Jugendlicher dient, wird ein Internationales Kinderhaus eröffnet.

Die Umgestaltungsarbeiten im Kaisersack kommen zum Abschluss. asphaltierte Fahrbahn, Neugestaltung der Gehwege, Pflanzung von Linden statt der Robinien, Abbruch des Kioskes und Aufzugsschachts.

Der Baseler Platz wird zu einer Grünanlage mit Rosenrondell und Brunnen umgestaltet.
Ein architektonischer Gutachterwettbewerb über die Fassadengestaltung, die Ausgestaltung des Sockelgeschosses und die städtebauliche Einbindung des geplanten Campanile auf dem Khasana-Gelände wird ausgelobt.

Die Rauchentschwefelungsanlage des Heizkraftwerks der Bundesbahn an der Gutleutstraße wird in Betrieb genommen.

Im Hauptbahnhof findet die erste Kunstausstellung der Bundesbahn statt.


1985
Die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes Modellvorhaben Gutleutviertel wird erlassen. Im Haus Gutleutstraße 94 wird das mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt ins Leben gerufene »centro cultural latinoamericano« des Lateinamerikanischen Kulturvereins eröffnet.
Richtfest für einen Hotelneubau in der Speicherstraße.

Baubeginn des Museums für Jüdische Geschichte im Rothschildpalais am Untermainkai.
Die Ergebnisse im Architektenwettbewerb für die Gestaltung des Rottweiler Platzes, mit dem die Sanierung des Gutleutviertels beginnt, werden der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Fassade des Gebäudes der ehemaligen Gutleutkaserne wird renoviert.
Richtfest für einen Hotelneubau in der Speicherstraße.

Baubeginn des Museum für Jüdische Geschichte im Rothschildpalais am Untermainkai.
Die Ergebnisse im Architektenwettbewerb für die Gestaltung des Rottweiler Platzes, mit dem die Sanierung des Gutleutviertels beginnt, werden der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Fassade des Gebäudes der ehemaligen Gutleutkaserne wird renoviert.

Die neun, durch Umwelteinflüsse stark beschädigten, Mosaiktafeln vom Turm der Gutleutkirche werden originalgetreu wieder hergestellt und im Innern der Kirche aufgehängt.

Das städtische Amt für kommunale Gesamtentwicklung und Stadtplanung richtet in der Gutleutstraße 137 ein Informationsbüro ein, zur kostenlosen Beratung über die Sanierung des Gutleutviertels für Mieter und Hauseigentümer, Anhörung des Bebauungsplanes Karlstraße.
Inbetriebnahme des neuen umweltschonenden, geschlossene Kohlensilo- und Transportsystems im Heizkraftwerk West.

Eine Fotoausstellung des Frankfurt-Forums der Volkshochschule präsentiert im Stadtteilbüro die Geschichte des Gutleutviertels.

Nach längerer Umbauzeit wird das Intercity-Restaurant im Frankfurter Hauptbahnhof wiedereröffnet. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung des von Windmühlenstraße, Mainluststraße, Gutleutstraße und Wilhelm-Leuschner-Straße begrenzten Viertels werden geschaffen.

Ärzte in der Kaiserstraße beginnen damit, schwer drogenabhängige Menschen mit Medikamenten, einem Codeinpräparat, das eigentlich zur Linderung von Hustenreiz entwickelt wurde, zu behandeln. Das Codein wird im Körper in Opiat umgewandelt und dämpft die Entzugssymptome. Zu dieser Zeit wandeln die Ärzte mit ihrem Handeln am Rande der Legalität, retten so aber vielen Menschen das Leben, für die es sonst bisher keinerlei Behandlung gab und die nicht selten tot auf den Bahnhofstoiletten gefunden wurden. Später geht aus diesen ersten und hartnäckigen Bemühungen die heute regelhafte Opiat-Substitutions-Behandlung hervor, die in der Behandlung von Drogenabhängigen Standard geworden ist. Diese Ärzte sind auch die Vorreiter, denen es zu verdanken ist, dass sich die Sicht auf die Drogenabhängigkeit verändern konnte und diese als Erkrankung wahrgenommen werden konnte.


1984
Im Architektenwettbewerb für das Behördenzentrum Gutleutkaserne werden zwei zweite Preise vergeben.

Im Gutleutviertel leben 6.100 Menschen, davon sind 20 Prozent Kinder und 73 Prozent Ausländer.
Die Renovierungsarbeiten in der Karmeliterschule werden abgeschlossen. Drei evangelische Gemeinden, Weißfrauen-, Gutleut- und Paulgemeinde feiern gemeinsam den traditionellen Gottesdienst an Himmelfahrt in der Hirtenkapelle in der Hirtenstraße.

Zum 40. Todestag von Johanna Kirchner findet im Johanna-Kirchner-Heim eine Gedenkfeier der Arbeiterwohlfahrt statt.

Nach Fertigstellung einer modernen Altenwohnanlage ist das Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrum Gutleutstraße 319 endlich vollständig.

In der Berufsbildungsstätte des Internationalen Bundes für Sozialarbeit in der Gutleutstraße 10 konnten acht neue Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Richtfest der Turnhalle für Karmeliter- und August-Henze-Schule.

Die Bundesregierung bewilligt für die Sanierung des Gutleutviertels als Modellvorhaben für einfache und kostengünstige Stadterneuerung einen Zuschuss von 6 Millionen Mark.

Die Umgestaltung der Kaiserstraße zwischen Gallusanlage und Hauptbahnhof beginnt.


1983/1984
Im Architektenwettbewerb für das Behördenzentrum Gutleutkaserne werden zwei zweite Preise vergeben.

Im Gutleutviertel leben 6.100 Menschen, davon sind 20 Prozent Kinder und 73 Prozent Ausländer.
Die Renovierungsarbeiten in der Karmeliterschule werden abgeschlossen. Drei evangelische Gemeinden, Weißfrauen-, Gutleut- und Paulgemeinde feiern gemeinsam den traditionellen Gottesdienst an Himmelfahrt in der Hirtenkapelle in der Hirtenstraße.

Zum 40. Todestag von Johanna Kirchner findet im Johanna-Kirchner-Heim eine Gedenkfeier der Arbeiterwohlfahrt statt.

Nach Fertigstellung einer modernen Altenwohnanlage ist das Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrum Gutleutstraße 319 endlich vollständig.

In der Berufsbildungsstätte des Internationalen Bundes für Sozialarbeit in der Gutleutstraße 10 konnten acht neue Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Richtfest der Turnhalle für Karmeliter- und August-Henze-Schule.

Die Bundesregierung bewilligt für die Sanierung des Gutleutviertels als Modellvorhaben für einfache und kostengünstige Stadterneuerung einen Zuschuss von 6 Millionen Mark.

Die Umgestaltung der Kaiserstraße zwischen Gallusanlage und Hauptbahnhof beginnt.
Die Stadtteilgruppe Gutleut richtet im Haus Karlsruher Straße 5 ein Stadtteilbüro ein, für Nachbarschaftshilfe, Kinderarbeit, Mieter-, Jugend- und Elternberatung. Eltern und Lehrer gründen einen Förderverein für Jugendliche.

Die Arbeiterwohlfahrt eröffnet im Haus Baseler Platz 6 ein deutsch-ausländisches Kultur- und Beratungszentrum.

Die Hautbahnhof-Nordtasche wird umgestaltet.

Der Familie-Jürges-Platz am Behördenzentrum erinnert an den Absturz eines Starfighters während einer Militärflugschau auf Rhein-Main (Pfingsten) auf das vorbeifahrende Auto der Familie Jürges. Es starben sechs Personen sofort an schweren Brandverletzungen. Martin Jürges war seit 1981 Pfarrer der ev. Gutleutgemeinde, nach ihm ist das Martin-Jürges-Haus in der Gutleutstraße 131 benannt.


1982
Der Verein Jugendberatung und Jugendhilfe richtet die bundesweit erste niedrigschwellige Einrichtung für aufsuchende Sozialarbeit für Drogenabhängige in der Münchener Straße 41 (Aufsuchende Drogenhilfe M41) ein. Die Einrichtung wird 2007 in die Elbestraße 38 verlegt. Die Mitarbeiter der Einrichtung versorgen abhängigkeitserkrankten Menschen, die im Frankfurter Bahnhofsviertel zwischen Kriminalität, Prostitution, Drogenhandel und Krankheit ihr Leben fristen.

Der Anteil der Schüler ausländischer Herkunft, in der Karmeliterschule beträgt 90 Prozent.
Die Sanierungsarbeiten an der Friedensbrücke (Erneuerung der Übergangskonstruktionen und der Fahrbahndecke im Bereich der Widerlager, Beseitigung der Rostschäden an der Stahlkonstruktion) beginnen.

Das renovierte Johanna-Kirchner-Heim wird feierlich eingeweiht.

Umbau und Erweiterung der Karmeliter-/August-Henze-Schule werden vom Land Hessen und der Architektenkammer wegen der besonders gut gelungenen architektonischen und funktionellen Gestaltung ausgezeichnet.

Die Sanierungsarbeiten an der Friedensbrücke (Erneuerung Übergangskonstruktionen und der Fahrbahndecke im Bereich der Widerlager, Beseitigung der Rostschäden an der Stahlkonstruktion) beginnen.

Am 27. September werden drei nächtliche Sprengstoffanschläge auf Reisebüros verübt, zwei davon im Bahnhofsviertel. Bei Iran Air am Hauptbahnhof entsteht Sachschaden; am Flugreisebüro in der Münchener Straße 12 wird ein 42jähriger Hausmeister Opfer des Anschlages.


1981
Die evangelisch-lutherische Weißfrauengemeinde feiert das 25-jährige Bestehen ihrer Kirche.
Die Innenstadt zwischen Hauptbahnhof und Rossmarkt wird an das Breitbandkommunikationsnetz angeschlossen.

Aufgrund der Gestaltungssatzung wird begonnen, die Reklame an den Häusern des Bahnhofsviertels einzuschränken, um es als Dokument der Gründerzeit wieder herauszustellen.
Eröffnung der Tiefgarage Hauptbahnhof.

Die verlängerte Gutleutstraße mit Unterführung unter den Bahngleisen und Anschluss an die Autobahn A5 Darmstadt.-Kassel wird eröffnet.

Die Planung des Umbaus des Heizkraftwerks West, Umrüstung auf moderne Kessel zur Steigerung der Kapazität an Fernwärme und Strom, wird vorgestellt.


1980
Die hinteren Gebäude der Gutleutkaserne werden abgerissen.

Das Internationale Familienzentrum eröffnet eine Dependance am Wiesenhüttenplatz. Es bietet Bildungsmöglichkeiten für arbeitslose Jugendliche und interkulturelle Freizeitaktivitäten.
Der Jürgen-Ponto-Platz wird der Öffentlichkeit übergeben.

Die 280 Tonnen schwere dreiteilige, abstrakte Granitskulptur aus Flossenbürger Naturstein von Professor Heinz Mack wird aufgestellt.

Das 163,5 Meter hohe Hochhaus der Dresdner Bank am Jürgen-Ponto-Platz wird eröffnet.

Der Plan von Oberbürgermeister Walter Wallmann, das Bahnhofsviertel von Bordellen zu säubern, treibt dubiose Blüten: eine aus Tarnungsgründen zwischengeschaltete kommunale Stiftung mit dem historischen Namen Allgemeiner Almosenkasten zahlt an die Bordellbetreiber Chaim und Hersch Beker stattliche 17.280.000 DM für drei Bordellgrundstücke im Viertel und obendrein mietet sie von ihnen ein Haus auf der Kaiserstraße, das einen Wert von 5 Millionen DM hat, für eine Jahresmiete von 3,5 Millionen. Der „Spiegel“ schreibt: „..offenbar hat sich die Stadt im Bahnhofsviertel regelrecht ausplündern lassen, wie sonst nur Touristen aus der Provinz.“


1979
Inbetriebnahme der Niederräder Eisenbahnbrücke durch die Flughafenbahn. Am Hauptbahnhof wird das Postamt 4, das größte Postamt der Bundesrepublik, in Betrieb genommen.

Einweihung des Festsaals der Freimaurerloge zur Einigkeit, Kaiserstraße 37.

Ein neues Umspannwerk in der Gutleutstraße ersetzt das veraltete auf dem Gelände des Kraftwerks.


1978
Das Hochhaus der IG Metall entsteht.

Das Hochhaus der Dresdner Bank am Jürgen-Ponto-Platz wird bezogen.

28. Mai: Der Verbindungstunnel von der S-Bahnstation Hauptbahnhof in die Innenstadt (City-Tunnel), wird, nach fast neunjähriger Bauzeit, in Betrieb genommen, die Bahnhofspassage wird eingeweiht.

Abbruch von ca. 15 Stellwerkhäusern im westlichen Bahnhofsbereich.

Im Johanna-Kirchner-Heim wird die vierte Pflegestation eröffnet.


1977
Die Camberger Brücke wird nach Umbau dem Verkehr freigegeben.

Richtfest des Neubaus der Dresdner Bank, 166 Meter, Neckar / Weser / Taunusstraße.

Die US-Army räumt die Gutleutkaserne.

Der Erweiterungsbau der Schule am Sommerhoffpark wird bezogen. Im Rahmen des Umbaus des Johanna-Kirchner-Heims wird ein Café eingerichtet.


1976
Das Carlton-Hotel am Bahnhofsplatz wird abgebrochen.


1975
Die Autobahnbrücke über den Main wird achtspurig verbreitert.
Nach Umbau wird der Bahnhofsvorplatz wieder dem Verkehr freigegeben.
Harry Statt eröffnet den „Dampfkessel“ in der Münchener Straße 33


1974
Neubau der August-Henze-Schule im Sommerhoffpark, Schule am Sommerhoffpark, für Hörbehinderte.
Die August-Henze-Schule in der Gutleutkaserne betreut nur noch Sprachbehinderte.


1973
Beginn der Sanierungsuntersuchungen im Bahnhofbereich. Der Theatertunnel mündet in der Rampe Gutleutstraße.

Neueröffnung der Rollschuhbahn im Nizza.

Das Haus Wiesenhüttenplatz 37 wird Sitz des 4. Polizeireviers.


1972
Einweihung der Flughafenbahn.

In der Taunusanlage wird die Chase-Manhattan-Bank mit 16 Geschossen eingeweiht.

Grundsteinlegung für das Postzentrum Hauptbahnhof.


1971
Die Firma Jöst gibt den Gutleuthof auf.


1969
Erster Spatenstich für die S-Bahn im Hauptbahnhof.


1968
Das Hochhaus der IG Metall entsteht.


1967
Ausbau der Gutleutstraße westlich der Camberger Brücke.


1964
Auflösung des Kreisels Baseler Platz.

Gärtnerische Gestaltung des damaligen „Blittersdorffplatzes“ mit Rasenfläche und Fontäne.

Oskar Schindler, der 1.200 Auschwitz-Häftlinge vor dem Tod bewahrte, bezieht eine Wohnung im Hause „Am Hauptbahnhof 4“, dort wohnt er bis 1974. (siehe Gedenktafel am Haus)


1963
Der Bahnhofsplatz erhält einen ersten Fußgängertunnel.

Einweihung des Hotels Intercontinental.

Die Wilhelm-Leuschner-Straße wird vom Baseler Platz bis zur Untermainanlage befahr- und begehbar; der Name „Bürgerstraße“ verschwindet.


1962/65
Ausbau des Stromhafens Gutleuthöfer Feld.


1961
Inbetriebnahme des Parkhauses am Theater.

Abriss des Schumann-Theaters und Ersatz durch ein gesichtsloses Bürogebäude.


1961
Inbetriebnahme des Parkhauses am Theater.

Abriss des Schumann-Theaters und Ersatz durch ein gesichtsloses Bürogebäude.


1960
Die August-Henze-Schule für Sprach- und Hörgeschädigte übernimmt die aufgelassene Weißfrauenschule.

Der Grindbrunnen ist verschmutzt und wird stillgelegt.


1959
Ecke Hafen-/Gutleutstraße entsteht ein zwölfstöckiges Hochhaus.


1958
Die Amerikaner räumen das Schumanntheater.

Weihe der Gutleutkirche, in der Guteutstraße 121 (im Dezember 2012 entwidmet).


1957
Beginn des elektrifizierten Eisenbahnverkehrs im Frankfurter Hauptbahnhof.


1956
Ostern, Weihe der evangelischen Weißfrauenkirche in der Gutleutstraße, heute Weißfrauen-Diakoniekirche.

Die Gutleutgemeinde konstituiert sich im Westbezirk der Weißfrauengemeinde als neue evangelische Gemeinde.

Dem Johanna-Kirchner-Heim wird ein Pflegeheim angegliedert.

Der Christliche Verein für das Gastwirtsgewerbe erwirbt den Kronenhof in der Wilhelm-Leuschner-Straße 12, er ist seitdem Begegnungsstätte für die Menschen des Stadtteils und seit 2001 regelmäßiger Tagungsort der [Werkstatt] Bahnhofsviertel am jeweiligen ersten Montag des Monats um 19:00 Uhr.


1954
Im Hauptbahnhofsbereich werden die ersten Parkometer aufgestellt.

Das Buch: »Hauptbahnhof geliebt und erforscht« von Karl Zimmermann erscheint.


1952
Die Arbeiterwohlfahrt bezieht das neu erbaute Johanna-Kirchner-Heim (Altenheim). Am Gutleuthof legt die Firma Jöst einen „Frankfurter Weinberg“ an.


1951
Feierliche Einweihung der neuen Friedensbrücke, die bis 1945 Wilhelmsbrücke hieß.
Im Nizza wird eine in 6.000 Arbeitsstunden von den Lehrlingen der Heddernheimer Kupferwerke gearbeitete Äquatorialsonnenuhr aufgestellt.


1950
Der Baseler Platz wird Omnibusbahnhof.

Im Frankfurter Bahnhofsviertel bezieht in der Niddastraße 66-68 der Deutsche Pelz- Groß- und Außenhandelsverband e.V. sein Büro.


1948
Die Bank Deutscher Länder bezieht das ehem. Reichsbankgebäude Taunusanlage 4. Das Haus ist die „Geburtsstätte der Deutschen Mark“.

Das Pelzzentrum in der Niddastraße 66 bis 68 entsteht.


1946 bis 1948
35 Rauchwarenbetriebe (Pelzhandel) siedeln sich in der Niddastraße an


1945
Am 26. März rücken die Kampftruppen der 5. US-Infanteriedivision und der 6. US-Panzerdivision nach heftigem Artilleriebeschuss auf das Westhafengebiet über die damalige Wilhelmsbrücke (Friedensbrücke) in das Bahnhofsviertel und in das Stadtgebiet vor.

Die Gutleutkaserne wird von der US-Army beschlagnahmt (bis 1977).


1944
In der Nacht 22./23. März treffen zahlreiche Bombenangriffe den Hauptbahnhof und zerstören Gebäude der Stadtteile Bahnhofs- und Gutleutviertel, darunter auch die Villa Sommerhoff, die dorthin ausgelagerten Bestände des Kochkunstmuseums werden vernichtet. Ein Drittel der Bausubstanz des Bahnhofsviertels wurde durch dieses Bombardement zerstört.

In der Niddastraße zwischen Karlsplatz und Düsseldorfer Straße steht nur noch ein einziges Haus, das Haus 61, alle anderen Gebäude liegen in Schutt und Asche.

Umbenennung der Straßen des Bahnhofs- und Gutleutviertels. Die Namen preußischen Militärs und Feldherren weichen neutralen Städtenamen, wie Karlsruher, Mannheimer und Münchener Straße u.a. Die Kaiserstraße trägt bis 1955 den Namen Friedrich-Ebert-Straße.


1942
Max Beckmann malt in seinem Amsterdamer Exil aus dem Gedächtnis den Frankfurter Hauptbahnhof.


1941
Unter dem Bahnhofsvorplatz werden Bunker gebaut; weitere Schutzmöglichkeiten für die Zivilbevölkerung bieten neben Luftschutzkellern in Wohnhäusern der öffentliche Hochbunker auf dem Eckgrundstück Karlstraße / Moselstraße und ein LS-Raum unter der Karmeliterschule.
Am 1. November wird die Schuhmacherei Lenz gegründet, sie ist somit der älteste Handwerksbetrieb im Frankfurter Bahnhofsviertel und die älteste Schuhmacherei in Frankfurt am Main.


1940
Die Getränkefirma Jöst erwirbt den Gutleuthof.


1933 – 1945
Nach dem 5. März 1933, dem Tag der Reichtagswahl, weht die Hakenkreuzflagge über dem Hauptbahnhof.

Am 31. 3. 1933 erhält Max Beckmann, der an der Städelschule unterrichtete und fast täglich in den Salons des Hauptbahnhofs verweilte seine Kündigung vom Kulturamt der Stadt.

Ab April werden jüdische Geschäfte auch im Bahnhofsviertel boykottiert.

Am 1. Mai wird das Gewerkschaftshaus von SA und NSDAP besetzt und in „Haus der Arbeit“ umbenannt. Der Leiter des NS-Gaus Hessen-Nassau, Jakob Sprenger, nimmt seinen Amtssitz im Haus Gutleutstraße 8-12. Heute: Atelierhaus basis.

Im Dezember 1935 werden Wohltätigkeitsanstalt und Freimaurerloge Zur Einigkeit enteignet. Die umfangreichen Bestände von Museum und Bibliothek werden weggeschafft oder bereits vor Ort zerstört.
Die Geheime Staatspolizei (GeStaPo) hat ihre Frankfurter Zentrale bis 1941 in der Gutleutstraße 11, später Lindenstraße im Westend.

Eröffnung der Rollschuhbahn am Nizza.


1930/31
Auf dem Loenschen, später Holzmannschen, Grundstück am Untermainkai wird das Gewerkschaftshaus im Stil der Neuen Sachlichkeit als erstes Hochhaus der Stadt errichtet. Mit neun Stockwerken erreicht das Gebäude eine Höhe von 31 Metern.


1928
Durch Eingemeindungen wird Frankfurt zur flächenmäßig drittgrößten Stadt Deutschlands. Die Stadt hat 548.000 Einwohner, davon leben ca. 11.000 im Frankfurter Bahnhofsviertel.


1928
Durch Eingemeindungen wird Frankfurt zur flächenmäßig drittgrößten Stadt Deutschlands. Die Stadt hat 548.000 Einwohner, davon leben ca. 11.000 im Frankfurter Bahnhofsviertel.


1925
Die Stadt erwirbt den Sommerhoffpark.


1924
Die zweite nördliche Gleishalle wird vollendet, der Hauptbahnhof hat damit seine heutige Dimension mit 24 Gleisen plus Gleis 1a erreicht.


1923
Die städtische Flüchtlingsstelle im Hauptbahnhof versorgt im August über 3.000 Personen, die infolge der Ruhrgebietsbesetzung ausgewiesen wurden.


1920
6. April bis 17. Mai: Als Gegenmaßnahme gegen die Besetzung des entmilitarisierten Ruhrgebiets durch die Reichswehr, besetzen französische Truppen Frankfurt, Hanau, Offenbach und Darmstadt. Sie bemächtigten sich der wichtigsten Gebäude und Plätze. Die Gutleutkaserne, das Krankenhaus Ost, verschiedene Schulgebäude, etliche der vornehmsten Hotels und auch einige Privathäuser wurden mit Einquartierungen belegt. Panzer, Geschütze und Maschinengewehrstellungen beherrschten alle wichtigen Plätze und Straßenkreuzungen. In den ersten Besatzungstagen darf die Bevölkerung, wegen einer Ausgangssperre, die Straßen zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr nicht betreten. Schusswaffen sind an die Besatzungsmacht abzuliefern. Uniformierte deutsche Beamte haben gegenüber der französischen Trikolore und gegenüber französischen Offizieren in Uniform Grußpflicht. Nur mit einem französischen Visum ist eine Einreise in das jetzt besetzte Gebiet möglich.

Das Sommerhoffschlösschen wird in Kleinwohnungen aufgeteilt.


1918
Am Abend des 7. November treffen die ersten aufständischen Matrosen mit dem fahrplanmäßigen Zug aus Richtung Hamburg ein.


1917
Im April ist der Hauptbahnhof Zwischenstation einer welthistorischen Eisenbahnfahrt, die in Zürich beginnt und in St. Petersburg endet: W. I. Lenin und sein Gefolge fahren im plombierten Salonzug durch das deutsche Reichsgebiet.


1914
Erste Erweiterung des Bahnhofs durch eine südliche und nördlichen Gleishalle.


1913
Die letzte freie Parzelle des Bahnhofsviertels ist bebaut, der grandiose Entwurf des Stadtteils ist damit umgesetzt


1910/1911
Das Neue Theater an der Ecke Karlstraße/Mainzer Landstraße 71 unter der Leitung von Arthur Hellmer ist fertig gestellt, nach Kriegszerstörung Erinnerung durch eine Gedenktafel am Haus der Chemischen Industrie.


1909
Das Kochkunstmuseum an der Ecke Untermainanlage / Windmühlstraße wird eröffnet (heute nicht mehr existierend) Gründer: M. Hermann Balzer.


1907
November: Das UNION-Kinematographen-Theater in der Kaiserstraße 74, später: LICHTBURG, heute Frankfurt Hostel wird eröffnet.


1906
März: Im Haus Kaiserstraße 60 eröffnet das erste Kino in Frankfurt.


1905
5. Dezember: Einweihung des Schumanntheaters am Bahnhofsplatz als Varietébühne mit 4.500 Sitzplätzen. (abgebrochen 1961/62).

Straßenbahn bis Gasfabrik verlängert.


1904
Das Musikhaus Heinrich Hummel in der Taunusstraße 24 wird gegründet., heute Cream Music.
Baubeginn des Albert-Schumann-Theaters.

Neubau der Karmeliterschule in der Moselstraße 11


1903
Neubau der Weißfrauenschule in der Gutleutstraße (seit 1960 „August-Henze-Schule“).


1902
Papierwarenfachgeschäft Fleischhauer wird in der Moselstraße 8 eröffnet, als der Laden zu klein wird, Umzug in die Münchener Straße 41, bis heute, noch immer familiengeführt.
Castans Panoptikum, eine Kombination aus ethnographischer Sammlung mit zirka zweitausend Exponaten und Wachsfigurenkabinett à la Madame Tussaud wir im Haus Kaiserstraße 67 bis 69 eröffnet, heute – Exchange Bank.


1901
Ein Eisenbahn Unfall ereignet sich am 6. Dezember, 5 Uhr morgens, eine Expresszug-Lokomotive überfährt die Puffer und landet im Speisesaal, es entsteht beträchtlicher Sach- aber kein Personenschaden.


1896
Die seit 1742 bestehende Freimaurerloge Zur Einigkeit eröffnet ihr neues, von ihrer gemeinnützigen Wohltätigkeitsanstalt nach Plänen von Prof. Oskar Sommer errichtetes Logenhaus in der Kaiserstraße 37.


1895
Der antisemitische Kommunalpolitiker und Hotelier Hermann Laass übernimmt den Kölner Hof an der Bahnhofs-Südseite und bewirbt es mit der selbstgewählten Bezeichnung „judenfreies Haus“.


1894
Am Ende der Speicherstraße entsteht das Städtische Elektrizitätswerk (heute Kraftwerk), ein Einphasen-Wechselstromwerk mit Primär- und Sekundärkabelnetz.


1891
Die Internationale Elektrotechnische Ausstellung fand vom 16. Mai bis zum 19. Oktober 1891 auf dem Gelände der ehemaligen Westbahnhöfe in Frankfurt am Main statt. Der Organisator und technische Leiter der Ausstellung war Oskar von Miller. Bei der Ausstellung wurde mit der Drehstromübertragung von Lauffen-Frankfurt erstmals die leistungsstarke Fernübertragung von Strom demonstriert, der im 176 km entfernten Lauffen am Neckar erzeugt wurde am Dienstag, dem 25. August 1891 um 12 Uhr mittags. Aufgrund dieses erfolgreichen Feldversuchs setzte sich die Drehstromtechnik für den Aufbau elektrischer Übertragungsnetze weltweit durch.

Die alte Main-Neckar-Eisenbahnbrücke wird Straßenbrücke und in „Wilhelmsbrücke“ (heute Friedensbrücke) umbenannt.


1890
Die Stadt Frankfurt hat 180.000 Einwohner, das sind 102.000 mehr als bei der letzten Erhebung, die vor der Eröffnung des Hauptbahnhofs, im Jahre 1866 stattfand.


1. Mai
Dem Frankfurter Hauptbahnhof wird die Krone aufgesetzt: In einer spektakulären Aktion um fünf Uhr früh wurde die 120 Zentner schwere aus Kupferblech getriebene und in Braunschweig gefertigte Atlasgruppe des Bildhauers Gustav Herold auf den Scheitelpunkt des Dachs gezogen. Seitdem stemmt dort oben Atlas, unterstützt von Dampf und Elektrizität, die Weltkugel.

Dezember: Kaiser Wilhelm III stattet dem Hauptbahnhof seinen ersten Besuch ab.
Albert Schumann *1858, †1939, gastiert erstmals mit seinem Zirkus in Frankfurt am Main.


1889
15. April: die Straßenbahn fährt auf der neuen Strecke von der Hauptwache bis zum Hauptbahnhof.


1888
(Dreikaiserjahr) 18. August Eröffnung des „Centralbahnhofs”. Bis nachts um 1:00 Uhr werden bei Fackelschein noch Schienen verlegt. Um 2:00 Uhr zieht das Personal aus den Westbahnhöfen in den Centralbahnhof. Eröffnung des Hauptbahnhofs, mit zunächst drei Gleishallen (18 Bahnsteige). Das gesamte Bahnhofsgebäude ist vollständig elektrisch beleuchtet. Pünktlich um 4.47 Uhr fährt der Fernzug aus Hamburg ein. Der Brauereibesitzer Binding kauft die erste Fahrkarte. Der erste Zug fährt nach Offenbach. Am Abend passiert der erste Unfall, eine Lokomotive überfährt den Prellbock am Ende des Gleises und gräbt sich tief in den Querperron. Niemand wird verletzt. Die alten Westbahnhöfe werden aufgegeben. Bis 1914 ist der Centralbahnhof der größte Kopfbahnhof Europas.


1887
Der Wasserturm an der neuen Neckarbrücke entsteht.


1886 bis 1889
Parzellierungs- und Fluchtlinienpläne für das Areal rund um den Hauptbahnhof nach Auflassung des Gleisfeldes der Westbahnhöfe. Es entsteht bis 1913 das gründerzeitlich – repräsentative Bahnhofsviertel aber auch eine extrem hohe Ausnutzung der Grundstücke.


1886
Einweihung des Westhafens. Verlegung des Grindbrunnens ins Nizza.


1883
Der Rentner L. Sommerhoff erwirbt den Gogelschen Landsitz (Sommerhoffpark).

Mai: Offizielle Grundsteinlegung für den neuen zentralen Hauptpersonenbahnhof, Architekten und Ingenieure: Hermann Eggert, *1844, Empfangsgebäude, Johann Wilhelm Schwedler *1823 Gleishalle, Alfred Hottentott, Stations- und Gleisanlage.


1877 bis 1879
Bau der Gutleutkaserne bis 1918 ist sie Standort für das Infanterieregiment 81, später Übernahme durch die Schutzpolizei.


1874
Verkehrsübergabe der Untermainbrücke (Straßenbrücke). Das Kasseler Planungsteam wurde Anfang April dem königlichen Eisenbahn- und Betriebsinspektor Alfred Hottenrott unterstellt – einem Mann von stadtplanerischem Weitblick, der über die Perspektiven des Bahnbauers hinausreichte. Während der folgenden acht Jahre lieferte er die grundlegenden Ideen für nahezu alle Eisenbahnprojekte in Frankfurt.


Jahreswende 1873 / 1874
Die Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn in Kassel wird von der Regierung in Berlin damit beauftragt, das Frankfurter Bahnhofsprojekt zu leiten.


1873
Der Gutleuthof wird an die Hessische Ludwigsbahn verkauft.
Der Grindbrunnen erhält eine Trinkhalle.


1871
10. Mai: der Friede von Frankfurt am Main.


1870
19. Juli: Die Italiener erklären Preußen den Krieg.


1866
16. Juli: die Bayern besetzen die Stadt Frankfurt, dadurch verliert Frankfurt seine Selbständigkeit, alle Entscheidungen werden in Köln getroffen.


1864
Abbruch des Gallus-Tores


1861/62
Bau der Gasanstalt in der Gutleutstraße.


1860
Auf dem Terrain des zugeschütteten Winterhafens am Untermaintor (kleiner Main) entsteht das „Nizza“


1859
Inbetriebnahme der Verbindungsbahn zwischen den Westbahnhöfen und dem Hanauer Bahnhof (Ostbahnhof) auf der Trasse der heutigen Hafenbahn.


1852
Die Strecke der Main-Weser-Bahn wird verlängert bis Kassel.


1850
Eröffnung der Main-Weser-Bahn bis Friedberg


1849
Inbetriebnahme der Main-Neckar-Eisenbahnbrücke (spätere Wilhelmsbrücke, heute Friedensbrücke).
Die Doppelwachhäuser am Taunustor werden ihrer Bestimmung übergeben. Inbetriebnahme der Main-Neckar-Eisenbahnbrücke (spätere Wilhelmsbrücke, heute Friedensbrücke). Die Paulskirchenverglasung wird beschlossen.


1848
Die gewählten Abgeordneten der Nationalversammlung in der Paulskirche treffen zum Teil mit der Eisenbahn in Frankfurt am Main ein.


1846
Die Main-Neckar-Bahn nach Mannheim und Heidelberg wird eröffnet.


1840
Die Taunusbahn wird erweitert, sie fährt über Höchst hinaus bis nach Wiesbaden.


1839
Der Taunusbahnhof wird eröffnet, die Taunusbahn fährt bis Höchst. Teile des Galgenfeldes und des Gutleuthöferfeldes werden durch den Bahnbau umgewidmet.

Der Grindbrunnen, in Höhe des späteren Westhafens am Main, wird von der Polytechnischen Gesellschaft neu gefasst. Hier finden jährlich die Manöver und Paraden der Frankfurter Bürgerwehr statt.


1832
Vor dem Untermaintor entsteht die Mainlust, Gartenlokal und Keimzelle des späteren Nizza, geführt bis 1859, 1866 noch Lazarett, dann abgebrochen. Die Sommervillen werden zum dauernden Bewohnen eingerichtet.


1828
Die Kapelle des Gutleuthofs wird abgebrochen.


1808
Das Mainzer Bollwerk und die anschließende Stadtbefestigung, darunter auch das Gallustor, später Taunustor werden niedergelegt.


1806
Anlässlich des 37sten Geburtstags von Napoleon wird ein Feuerwerk geplant, wegen der Brandgefahr kann es nicht innerhalb der Stadtmauern stattfinden. Es wird verlegt auf das Galgenfeld, der Galgen wir abgebrochen, das Galgenfeld in Gallusfeld umbenannt.


1804
Johann Noe Gogel erwirbt vom Almosenkasten ein Areal oberhalb des Gutleuthofes (Gogels Gut, später „Sommerhoffpark“). Er lässt sich von dem klassizistischen Baumeister Salins de Montfort auf seinem Gut eine prächtige Villa bauen (1944 zerstört)


1801
Die Wirtschaftsgebäude des Gutleuthofes brennen ab.


1748
Im Gartensaal der von-Loenschen-Villa, An der Windmühle 342, später Untermainkai 70, werden Goethes Eltern getraut.


18. Jhdt.
Aus den Gärten an der Windmühle entstehen barocke Sommervillen von Frankfurter Kaufleuten.


17. Jhdt.
An der Windmühle, vor dem Glacis des Mainzer Bollwerks entstehen Frankfurter Bürgergärten.


1614
Die Frankfurter Revolutionäre um Vinzenz Fettmilch werden auf dem Gutleuthof gefangen gehalten.


1531
Der Gutleuthof wird vom Frankfurter Almosenkasten (Sozialbehörde der Reichsstadt) übernommen.


1329
Die Kapelle des Gutleuthofs zuerst genannt. Sie bleibt bis 1726 Gotteshaus für Niederrad.


14. Jhdt.
Der Galgen wird aus der Stadt auf das „Galgenfeld“ (heute etwa Francois-Mitterand-Platz) verlegt.


1283
Gutleuthof wird zum ersten Mal urkundlich erwähnt, er bleibt Spital für Sondersieche, Leprosenhof bis 1619.